Abu Dhabi Ausflüge
Abu Dhabi Skyline
 

Abu Dhabi Formel 1

Abu Dhabi liegt auf einer Insel inmitten eines Mangrovengürtels. Neben der Hauptinsel existieren rundherum künstlich angelegte Inseln. Auf einer dieser Inseln, der Yas-Insel existiert seit 2009 die Rennstrecke Yas Marina Circuit und damit ist Abu Dhabi seither Station des Formel 1-Zirkus.

Der Bau der Rennstrecke war internationales Teamwork

Die permanente Rennstrecke, die gerne auch als Yas Island Circuit bezeichnet wird, wurde vom deutschen Bauingenieur und Rennstrecken-Designer Hermann Tilke entworfen. Maßgeblich am heutigen Kurs beteiligt war der ehemalige französische Autorennfahrer Philippe Gurdjian. Als langjähriger Streckenchef und Veranstalter des Grand Prix von Frankreich gilt er seit Jahren als Organisations- und Sicherheitsexperte, wenn es um den Aufbau neuer Rennstrecken geht, und wird daher gerne von neuen Streckenbetreibern als Berater beigezogen. Zum Team zählte auch der ehemalige Toyota-Teammanager Richard Cregan. Am 5. November 2008 wurde durch die FIA bekannt gegeben, dass am 1. November 2009 das erste Rennen auf dem Yas Marina Circuit stattfinden würde. Die Anlage wurde mit Rennen der GP2-Serie am 23. und 24. Oktober 2009 eröffnet. Das Rennen der Formel 1 kurze Zeit später stellte damals das Abschlussrennen der Saison dar.

 
Die Formel Eins Rennstrecke in Abu Dhabi

Technische Details einer modernen Strecke

Ursprünglich war der Kurs als temporäre Rennstrecke geplant. Es wurde allerdings dank der beteiligten Ingenieure und Fachmänner eine permanente Strecke mit einer Länge von 5,554 Kilometern daraus. Eine Runde auf der Ideallinie ist 5,491 Kilometer lang und bei einer vollen Renndistanz von 55 Runden ergibt sich eine Strecke von 305,470 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 320 km/h. Die angegebene Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 198 km/h. Die Strecke wird entgegen dem Uhrzeigersinn befahren. Dabei werden neun Rechts- und elf Linkskurven passiert. Neben der Formel 1 werden auch andere Motorsport-Veranstaltungen auf dem Kurs ausgetragen. Dafür ist es möglich den Ring in zwei unabhängige Streckenführungen, zu 3,15 und 2,36 Kilometern zu teilen. 41 Tausend Tribünenplätze stehen den Zusehern zur Verfügung.

Das Rennen in Abu Dhabi bringt viele Neuerungen

Dabei bietet die Strecke sowie die Austragung des Rennens einige Besonderheiten, die ein völliges Novum in der Formel 1 darstellen. Entlang der Strecke gibt es keine Kiesbetten mehr, wie früher üblich. Stattdessen wurden ausschließlich asphaltierte Auslaufzonen errichtet, die insgesamt eine Fläche von 59.100 Quadratmetern ausmachen. Einer dieser Notausgänge verläuft unter der Zuschauertribüne. Fahrfehler oder technisches Versagen, die ein Ausweichen in die Auslaufzone notwendig machen bieten damit dem Zuschauer ein besonders intensives Erlebnis. Entlang der Rennstrecke von Abu Dhabi findet man auch die Reifenstapel, die als Anpralldämpfer dienen, nicht mehr. Diese wurden durch moderne Kunststoffbarrieren ersetzt, die mit Luft gefüllt sind. Ebenfalls nur in Abu Dhabi existiert eine Boxenausfahrt, die unterhalb der Rennstrecke durch einen Tunnel verläuft. Diese äußerst ungewöhnliche Bauweise erhöht die Sicherheit, indem sich die aus der Box fahrenden Wagen außerhalb der Ideallinie wieder in das Rennen einfädeln können. Eine besondere Herausforderung für die Piloten sind die „hängenden Kurven“, deren Gefälle vom Scheitelpunkt der Kurve wegzeigen. Dies erhöht die Querbeschleunigung, die auf Fahrer und Boliden wirkt. Dominiert wird der Kurs durch das Yas-Viceroy-Hotel, durch das sogar eine langsamere Passage der Strecke führt. Die eigentliche Sensation und absolute Neuerung ist aber, dass dieses Rennen bei Tageslicht gestartet, über die Dämmerung hinweg gefahren und bei Flutlicht beendet wird. Dies garantiert dem TV-Zuseher atemberaubende Aufnahmen.

Die Welt der Formel 1

Seit dem Beginn der Formel 1 Geschichte in Abu Dhabi fand jährlich am ersten Sonntag im November das letzte Rennen der jeweiligen Saison statt. Das Premierenrennen im Jahr 2009 wurde klar von Sebastian Vettel auf Red Bull Renault dominiert. Er holte sich den Sieg auch im darauf folgenden Jahr und im Jahr 2013, ebenfalls auf Red Bull Renault. Im Jahr 2011 konnte Lewis Hamilton den Sieg für das McLaren-Mercedes-Team nach Hause fahren und im Jahr 2012 war Kimi Räikkönen auf Lotus-Renault erfolgreicher Sieger in Abu Dhabi. Abu Dhabi bietet aber nicht nur an diesem einen Wochenende Formel 1-Fieber. Fans dieser Motorsportart können das ganze Jahr über im direkt an den Kurs angeschlossenen Themenpark Ferrari World auf den Spuren ihrer Lieblingssportart wandeln. Der weltweit größte überdachte Themenpark wartet mit über 20 Attraktionen rund um die Formel 1 auf.

 
Der Abu Dhabi Grand Prix
 
Bewertungen und Kommentare:
 
M. Gaiser
Wenn man als Tourist in Abu Dhabi die Möglichkeit hat dann unbedingt das Formel Eins Autorennen besuchen wo man sicherlich begeistert sein wird. Es ist ein sehr großes Event. Das Ticket und Hotel müssen frühzeitig reserviert werden da sich natürlich viele Menschen das Rennen anschauen möchten. Es ist wirklich ein Erlebnis das man nicht so schnell vergessen wird !!