Abu Dhabi Ausflüge
Abu Dhabi Skyline

Sheikh Zayed Moschee

Abu Dhabi ist die aufstrebende, moderne Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Sie zieht zunehmend mehr Besucher an und entwickelt sich zur Kulturhauptstadt des Landes. Extravagante Bauten gehören hier zum Stadtbild. Dazu gehören allerdings nicht nur immer höhere Wolkenkratzer. Denn so vorwärts gerichtet und reich Abu Dhabi sein mag, ist es doch nach wie vor religiös geprägt. Besuchern offenbart sich dies am besten bei einem Besuch der Abu Dhabi Sheikh Zayed Moschee. Sie prägt die Skyline der Stadt mit ihrer Größe sowie ihren vier Minaretten und gehört zu den größten Bauwerken ihrer Art weltweit. Hier finden 40.000 Gläubige Platz. Das beeindruckende Bauwerk ist eine architektonische Meisterleistung. Mehr als 80 Kuppeln und fast 1.000 Säulen prägen das Bild der Moschee, die durch die Sonne strahlend weiß erscheint. Die goldenen Spitzen der Kuppeln unterstützen zudem das pompöse Bild, dass dieses Bauwerk hinterlässt. Die Pracht wird dadurch unterstützt, dass sie von spiegelndem Wasser in zahlreichen Wasserbecken umgeben ist. Auch des Nachts ist der Anblick atemberaubend. Grund dafür ist ein innovatives Beleuchtungssystem, das sich an den Mondphasen orientiert.

 
Die Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi

Von innen ist die Sheikh Zayed Moschee nicht weniger beeindruckend. 24 Karat Gold wurde verwendet, um die Kronleuchter in 6 kleinen Kuppeln zu vergolden. Einer der größten Leuchter dieser Art nimmt fast die gesamte Decke der Gebetshalle ein. Er verfügt über 10 Meter Durchmesser, wobei er ganze 15 Meter hoch ist und mehr als 9 Tonnen Gewicht auf die Waage bringt. Seine Kristalltropfen bestehen aus Swarovski Steinen in gelb, weiß, rot und grün und entstanden in Europa. Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 20 Millionen amerikanische Dollar. Zudem gibt es in den Räumen des Gebetshauses den allergrößten handgeknüpften Teppich der Welt zu sehen. Gut 1.200 Weberinnen aus drei verschiedenen Städten im Nordostiran haben den Teppich in 1 ½ Jahren Arbeit geknüpft. Rund um den Teppich stehen Allahs 99 Beinamen wie „Der Weise“ oder „Der Schöpfer“. Ein Frauenname ist hier nicht zu finden. Die Namen wurden künstlerisch im Marmor der Qibla-Wand über 50 Meter Breite und 23 Meter Höhe verewigt. Kunstvolle Mosaike und Ornamente schmücken die gesamte Moschee sowohl auf dem Boden, als auch auf der Decke und den Fenstern. Auch auf den Gut 1.200 Säulen finden sie sich wieder. 8 dieser Säulen stützen die drei mittig errichteten Kuppeln. Jeder dieser Säulen ruht auf vier weiteren Säulen kleineren Ausmaßes mit in Marmor eingelassenem Perlmutt. In anderen Moscheen wurde dieses stets nur in Holz verwendet.

Über der Gebetshalle thront eine 70 Meter hohe Kuppel, die höchste der zahlreichen Kuppeln der Moschee. Auch wenn 40.000 Menschen hier beten können, bietet die Haupthalle nur Platz für 7.000 männliche Gläubige. Wie im muslimischen Glauben üblich, beten die Geschlechter auch hier getrennt. Die dahinterliegenden kleineren Gebetsräume bieten beide Platz für weitere je 1.500 weibliche Gläubige. Zwischen den Gebäudeteilen liegt der beeindruckende, 17.000 m² große Innenhof mit seinem Marmorboden, auf dem Halbedelsteine verschiedene Blumenmotive bilden. Hier finden weitere 23.000 Betende Platz.

Die Beerdigung von Sheikh Zayed, der dem Bauwerk seinen Namen gab, war die allererste Zeremonie in der Moschee. Für die Gläubigen hat das Gebetshaus bis heute eine besondere Bedeutung, denn sie wird als Sinnbild für das Paradies angesehen. Weiß steht in diesem Glauben für den Frieden. Wohl darum ließ der Scheich Zayed die Moschee in weißem Marmor bauen. Im Jahr 1996 war er es, der den Grundstein für das Gebäude legte. Aus diesem Grund entstand in nächster Nähe ein Mausoleum für ihn, dass zwar stilistisch zur Moschee passt, aber wesentlich bescheidener wirkt. Für Besucher ist es nicht zugänglich. Der Scheich verstarb 2004 im November. Er hatte sich beim Bau von Versen aus dem Koran über das Paradies leiten lassen. Architekten und Künstler, welche die Moschee erbauten, arbeiteten nach seinen Vorgaben. So gibt es heute in der Sheikh Zayed Moschee fast keine Dekoration und kein Schmuckstück, das nicht vom Scheich persönlich so in Auftrag gegeben wurde. Farblich haben die hauptsächlich italienischen Künstler, welche die Muster schlussendlich entwarfen, den Jugendstil aufgegriffen. Sie spiegeln sich nun in Blumenmustern und Palmen ebenso wie in anderen dekorativen Elementen wider.

 
Beeindruckende Säulen in der Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi
 
Sheikh Zayed Moschee Besichtigung:
 

Besucher können die beeindruckende Moschee kostenlos anschauen und diese kostet keinen Eintritt. Wichtig ist dort allerdings auch der Dresscode und mit kurzer Hose und T-Shirt wird man dort sicherlich wieder abgewiesen. Besonders die Frauen sollten darauf achten und die Schultern bedeckt halten. Die Öffnungszeiten sind von Samstag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 22:00 Uhr und Freitag von 16:30 Uhr bis 22:00 Uhr. Kostenlose Führungen werden auch angeboten die sehr interessant sind. Die Adresse der Moschee ist an der Al Khaleej Al Arabi Street gleich in der Nähe des internationalen Flughafens.

 
Bewertungen und Kommentare:
 
A. Koch
Unbedingt anschauen sollte man die Sheikh Zayed Moschee wenn man in Abu Dhabi ist und man wird sicherlich beeindruckt sein von der Größe. Man kann als Besucher dort tolle Fotos machen und bei Nacht wird die Moschee wunderschön angestrahlt. Nur die besten Materialien wurden dort verbaut.
 
T. Zimmermann
Mit hat der Besuch sehr gut gefallen und man ist beim ersten Betreten der Moschee überwältigt von den Materialen die dort verwendet wurden. Es wurde überhaupt nichts gespart und nur das beste wurde verwendet. Wichtig sind dort aber die Kleidervorschriften, besonders für die Frauen. Das sollte man wissen wenn man sich die Sheikh Zayed Moschee anschauen möchte.